Jahr: 2013

Vereinbarkeit – und was ist mit den Vätern?

Haben Väter ein Vereinbarkeitsproblem? Scheinbar nicht, da man darüber nie etwas hört oder liest. Vielleicht sind sie glücklich damit, den ganzen Tag zu arbeiten und abends und am Wochenende mit den Kindern zu spielen? Der Fall von EZB-Direktor Jörg Asmussen zeigt uns auf, dass dem nicht so ist. Er wechselt ins Arbeitsministerium nach Berlin und gibt als Grund dafür an, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu wollen. Es gibt eine wachsende Zahl von Vätern, die eine aktive Rolle im Leben ihrer Kinder spielen wollen. Es sind #stillendeVaeter, die ihre Kinder tragen, nachts aufstehen und auch daran denken, wann ihr Kind welche Termine hat. Kurz gesagt: #stillendeVaeter teilen sich die Verantwortung für die Familie mit ihrer Partnerin. Und es werden mehr. Daher ist es höchste Zeit, dass sich auch für sie etwas verändert. Und wenn es sich erst einmal im Bewusstsein der Menschen festsetzt, dass es normal ist, dass Väter am Leben ihrer Kinder genauso teilhaben wollen wie Mütter, dann kann sich für alle etwas verändern. Die Modelle für diese Veränderung sind schon da (Elternzeit …

Umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun

Durch eine Familienfeier wurde mir schmerzlich bewusst, was passiert, wenn wir Menschen in unser Leben lassen, die uns nicht gut tun: Es tut weh. Es raubt uns Energie. Es kratzt an unserem Selbstbewusstsein. Ich habe mich nach diesem Erlebnis entschieden, Menschen, die mir nicht gut tun in meinem Leben keinen Platz mehr einzuräumen. Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die mir gut tun, die mir ein Vorbild sind und die mich schätzen und respektieren. So hole ich mir Liebe und Wertschätzung in mein Leben, finde Vorbilder, an denen ich wachsen kann und kann authentisch sein. Für mich ist das mehr als Selbstschutz. Es ist auch eine Botschaft an meine Familie und meine Umwelt. Ich bin es mir selber wert, geschätzt und respektiert zu werden. Wenn jemand das nicht tut, dann grenze ich mich ab, um mir selber treu zu bleiben. Kurz gesagt: Ich sorge für mich selber.

Vereinbarkeitsblog – 20 facts about us

Wer steckt denn hinter dem Vereinbarkeitsblog? 20 Stichpunkte dazu, was Uta und Sabrina so ausmacht. Vereinbarkeitsblog – das ist Uta Ich singe im Chor. Als Kind wollte ich immer Hexe werden (und jetzt bin ich eine). Ich leite eine Stillgruppe und betreue das Projekt „Stillen bei Erwerbstätigkeit“ für die Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen e.V. Ich lese ca. 100 Bücher pro Jahr und meine Wunschliste bei Amazon ist über 10 Seiten lang. Ich habe drei ältere Geschwister. Als Kind bin ich gerne auf Bäume geklettert und habe auf alten Industriebrachen gespielt. Ich habe früher Gitarre und Saxophon gelernt, spiele aber heute beides nicht mehr. Wir haben einen riesigen Garten mitten in der Großstadt. Ich habe das Latinum in der Schule gemacht, weil meine Mutter es in der Uni nachholen musste. Ich bin das Musterbeispiel für soziale Reproduktion: Enkelin eines Lehrers und Tochter eines Lehrers. In unserem Garten gibt es ein Trampolin und kein Klettergerüst, weil ich auch was zum Spielen haben wollte. Ich hasse es, mit Menschen telefonieren zu müssen, die ich nicht kenne. Demnächst werde ich …

Weihnachten ohne Stress

Blogparade: Erwerbstätige im Weihnachtswunderland

Ganz subjektiv unsere Auffassung davon, wie wir Weihnachten trotz Termindruck und ausfallender Arbeitszeiten ent-stressen (das wird ein neues Unwort!) – na wie wärs? (sabrina) Ich dekoriere minimalistisch. Wir verbringen die Feiertage bei den Großeltern, die wunderschön dekorieren werden. Wir haben „nur“ Nüsse, Adventskalender und etwas rotes Tuch in den Zimmern. Aus und Ende. (sabrina/uta) Wir backen nur, worauf wir Lust haben. Nur für uns. Weil wir das gerne essen wollen. Zufälligerweise sind das Weihnachtsplätzchen… Aber: Wir halten uns an Altbekanntes, Erprobtes. Macht keinen Stress, erfordert keine neuen Rezeptzutaten. (sabrina) Wir lassen Termine ausfallen, die uns nicht in den Kram passen. Wie das Nikolaus-Wandern des Kindergartens am Freitagabend, bei Sturm und Schnee. (sabrina) Ich shoppe online. Auch wenn das ökonomisch nicht toll ist – ich brauche keine Parkplatzsuche, keine Schneeräummonster, keine vollen Einkaufsläden. Dafür shoppe ich in der Mittagspause. (uta) Ich greife auch auf Geschenke zurück, die ich schon im Laufe des Jahres „auf Halde gelegt“ habe, weil sie gerade günstig waren. (uta) Ich überlege mir genau, wie ich Weihnachten verbringen werde und bespreche das rechtzeitig mit allen, die es …

Empfehlung: Verschenkt doch mal Zeit. Statt Zeug.

So ziemlich jedes uns bekannte erwerbstätige Eltern(-teil/-paar) hat von einem immer zu wenig: Zeit. Das ist beständig ein Grund, das berühmte schlechte Gewissen zu entwickeln. Zu wenig Zeit mit den Kindern. Zu wenig Zeit für den Job. Zu wenig Zeit für Freunde und Hobby. Zu wenig Zeit für den Haushalt, den Garten, den Verein…. Dafür geht es den meisten erwerbstätigen Eltern soweit gut, dass sie konsumieren: Elektronik, Spielzeug, Kleidung…. manchmal geht es uns damit gut. Manchmal ist es einfach nur „der sechste Schal, das dritte Handy“. Und damit weder Seelentröster, noch zielgerichteter Konsum. Sondern nur noch Konsum. Wir machen uns mit diesem Blogprojekt immer auch Gedanken darüber, wie wir alles unter einen Hut bringen: Unsere Kinder bedürfnisgerecht aufwachsen sehen, unsere eigene Erwerbstätigkeit unterbringen, die Umwelt schonen und erhalten, Privatleben, Familie und Sozialleben unter einen Hut bringen. (Wahlloser) Konsum ist dabei nur selten hilfreich. Dass mangelnde Zeit nicht mit schönen Geschenken wettgemacht werden kann – das wissen wir (eigentlich) alle. Und gerade zu Weihnachten ist es für (kleine) Kinder absolut verlockend, mitten in der überdimensionierten Elternhölle …