Monate: Mai 2014

Weisheiten: Love it, change it or leave it.

Wie im Artikel Liebe, was du tust schon anklingt, ist es absolut wichtig, im Leben Dinge zu tun, die uns gefallen. Natürlich wird es in jedem Job etwas geben, was man nicht gerne macht, aber überwiegend gefallen sollte es schon. Genauso das Familienleben und die Partnerschaft. Was aber, wenn es nicht so ist? Dann sollte ich mich fragen, wie ich mit der schwierigen Situation umgehen kann. Dazu finde ich die oben stehende Weisheit wichtig. Ich sollte mir also folgende Fragen stellen: Kann ich es lernen, die Situation zu lieben? Das bedeutet für mich zu überlegen, ob es wirklich an der Situation liegt, dass ich unzufrieden bin. Oder ist es mein Blickwinkel darauf? Meine Einstellung? So kann ich mich z. B. fragen, was vielleicht andere an der Sache, die ich nicht mag, positiv finden. Oder ob wirklich alles schlecht ist, was ich so empfinde. Vielleicht stelle ich dann fest, dass ich die Aufgabe bisher nur in einem negativen Licht gesehen habe. Wenn ich meinen Blickwinkel ändere, dann kann ich vielleicht doch lernen, diese Aufgabe gerne zu …

Liebe, was du tust! – Und wenn nicht, was dann?

Eine Sinnfrage. Ohne Kompromisse eine sehr persönliche Frage: „Liebst du, was du tust?“ Glücklich, wem ohne zu zögern das „JA“ entspringt. Meistens begegnet mir bei Anderen ein eher zögerndes „Ja, schon, aber ….“ Vor allem bei Eltern. Vor allem bei denen, die berufstätig sind. Denn das permanente schlechte Gewissen zieht sich ja doch durch alles, was sie tun. Was wir tun. Mehr fürs Kind da sein und ihm unsere Zeit schenken. Mehr im Job leisten, uns dort beweisen. Wir lieben beides, und nie scheint es genug zu sein. Für die bedürfnisorientierte Erziehung hat das Nicola Schmidt mit dem schon oft zitierten Artikel „AP funktioniert nicht“ beschrieben. Es scheint nie genug zu sein. Aber weil wir die bindungsorientierte Elternschaft als Kern, als Konzept lieben, bleiben wir dabei. Manchmal, ganz selten, öffnet sich der Boden. Und dann kommt auf diese Frage ein leises: „Nein, eigentlich nicht.“ Menschen, die das, was sie tun, nicht lieben. Die nicht glücklich sind. Die wegen des Geldes arbeiten, wegen der Sicherheit beim Partner bleiben, wegen der angespannten politischen Situation das Land verlassen/bleiben, …

Überlebensstrategien: Familientisch

Manche Erstmütter hören das nicht gern. Und so manche Schmachtliteratur besteht ja immer noch darauf, dass Mutterschaft (und Elternschaft) überhaupt eine Rosa-Wolken-Wattebausch-Geschichte wäre. Mit Sternchen und Glitzer. Nein, ist es nicht. Oft genug ist es harte Arbeit. Ruhig und geduldig bleiben, spielen, toben, aufräumen, waschen, putzen, kochen, Hintern abwischen, Chaos beseitigen, wenn das verhindern nicht klappt. Irgendwo mittendrin diese Momente des Glücks aufschnappen – und am besten festhalten, möglichst Patschehand-sicher. Das IST Arbeit und oft genug anstrengend. In der Familienberatung kommt es deswegen gar nicht so selten vor, dass die erschöpfte Mutter (ja, meistens ist es die Mutter) auf die Frage nach IHRER Ernährung antwortet: Weiß ich gar nicht. Ich komm irgenwie nicht zum essen.“ Da wird dann das Baby gefüttert, meist klassisch mit Brei und Löffel, sobald es im Beikostalter angekommen ist. Nebenher verlangt das Kleinkind ebenfalls nach Unterstützung beim Essen. Der Partner kommt im schlimmsten Falle später – und hat schon gegessen. Nach dem Füttern Baby säubern, umziehen – und meistens auch direkt ins Bett bringen. Wo bleibt die Zeit für die Mutter …

Phrasen: „In der 3. Welt müssen die Kinder hungern!“

Diesen Satz kenne ich noch von früher. Wenn ich meinen Teller nicht leer gegessen hatte, bekam ich ihn manchmal zu hören. Und schon damals fragte ich mich, was das mit meinem nicht aufgegessenen Mittagessen zu tun hat. Sicher, dass es in unserer Welt immer noch Hunger gibt, ist schlimm. Aber was ändere ich an der Situation, wenn ich alles aufesse? Davon bekommen die besagten Kinder auch nicht mehr zu essen. Mir ist klar, dass es dabei um das Thema „Verschwendung von Essen“ geht. Das war für meine Eltern – beide Kriegskinder – ein No-Go. Aber dieses Thema verstehen Kinder nicht und mit so einer Phrase wird ihnen auch nicht klar, worum es geht. Ich persönlich versuche lieber, meinem Kind zu erklären warum ich nicht gerne Essen wegwerfe. Strategien gegen die Verschwendung von Essen kleine Portionen: Ich geben meinen Kindern lieber kleine Portionen und lasse sie dann mehrmals nehmen. Das ist mir lieber als eine große Portion, von der dann die Hälfte nicht gegessen wird. Das funktioniert hier auch, wenn sich die Kinder selber bedienen und …

Follow-up: Jede Mutter arbeitet!

Durch den Beitrag von Ilse Marie Lechner vom Entfaltungsparadies, die sich in einem ihrer letzten Beiträge auf meinen Stoßseufzer „Jede Mutter arbeitet“ bezog, hat sich noch eine Ergänzung ergeben. Sie hat nämlich parallel auch die Erkenntnisse von Birgit Geistbeck zur Wertschätzung verarbeitet und daraus einen neuen Artikel geschneidert. Einen, der auch eine interessante Ergänzung für uns darstellt. Also, mit der freundlichen Genehmigung von Ilse hier eine Übung, wie sich das Bewusstwerden von „Jede Mutter arbeitet!“ noch etwas verfeinern lässt. Ganz praktisch. Also, praktische Übung eben. Los gehts! Um dir bewusst zu machen, was du im Laufe eines Tages leistest, habe ich eine kleine Übung für dich. Schreib dir während des Tages ALLES auf, was du machst. Diese Liste legst du dann abends weg :-), versteck sie! Am nächsten Morgen schreib aus dem Gedächtnis auf, was du am Vortag geleistet hast. Vergleich dann diese beiden Listen. Welche Arbeiten erkennst du als Leistung an und welche fallen unter den Tisch? Wenn du möchtest, kannst du noch schauen, welche der Arbeiten, die du nicht berücksichtigt hattest, kein Geld …