Monate: August 2014

Phrase: „Aber muss ja jeder selber wissen“

In Diskussionen zwischen Müttern kommt sie oft. Diese „Aber muss ja jeder selber wissen“, synonym für „Jedem das Seine“ oder „Das entscheidet ja jeder für sich selbst“. Die Grundaussage ist ja völlig und absolut ok. Was nicht ok ist: In besagten Diskussionen (und ihr wisst wahrscheinlich, welche ich meine) ist die Konnotation ganz klar bei: ICH würde das meinem Kind ja nie antun Wie kann man nur …! Aber ehrlich, wer so dumm ist … Perlen vor die Säue Manchmal wird versucht, Diskussionen damit die Spitze zu nehmen – indem darauf hingewiesen wird, dass jeder Elternteil selbst verantwortlich ist für sein Kind, dessen Bedürfnisse und Sicherheit. Wie gehen wir damit am besten um? Offensive, klare Erwiderungen helfen tatsächlich am ehesten. Also ein „Ja, ist ja auch mein Kind. Da weiß ich das.“ Alternativ hilft auch noch: ignorieren. Oder, wie geht ihr mit dieser Alltagsphase um?

Blogparade: Nichtstun – Fluch oder Segen?

Herr Einzel ruft zur Blogparade und ich folge gerne, spricht mich das Thema doch besonders an. Nichtstun – Fluch oder Segen? Das reizt mich sehr, denn ich mag das Nichtstun, habe aber leider viel zu selten Zeit dazu. Aber schauen wir uns das Thema doch einmal genauer an. Was genau bedeutet denn Nichtstun? Für mich bedeutet Nichtstun auch wirklich nichts zu machen. Nicht lesen oder fernsehen, nicht handarbeiten oder backen. Nichtstun bietet den Vorteil, aus dem Tun-Modus in den Sein-Modus zu wechseln . Einfach mal die Tatsache wahrnehmen, dass wir existieren. Denn wenn wir immer etwas machen und unterwegs sind, dann spüren wir uns nicht richtig, sind oft mit der Vergangenheit oder Zukunft beschäftigt und nehmen meist noch nicht einmal wahr, wenn uns etwas schmerzt. Dagegen hilft Nichtstun. Nichtstun kann also bedeuten, einfach zu sitzen, zu liegen oder zu gehen. Es kann auch eine Phase der Meditation sein, denn auch so kommen wir vom Tun zum Sein. In der Meditation tun wir das bewusst. Manchmal machen wir aber auch unbewusst nichts, wenn wir zum Beispiel …

Rezension: Ich bin dann mal Mama

Das Buch von Collien Ulmen-Fernandes habe ich bei einer Blog-Verlosung gewonnen. Ansonsten hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. So habe ich es mit in den Urlaub genommen und tatsächlich an einem Tag durchgelesen. Denn das Buch ist locker flockig geschrieben und recht unterhaltsam. Collien Ulmen-Ferandes schreibt jeweil ein Kapitel zu einem Thema und schließt diesem ein Interview an. So finden sich Gespräche mit Ex-Supernanny Katja Saalfrank, George Foreman und Eva Herman sowie zu so unterschiedlichen Themen wie Religion und Suchtprävention. Collien Ulmen-Fernandes ganz privat? – Fehlanzeige Wer sich aber Einblicke in das Leben von Collien Ulmen-Fernandes erwartet oder von ihrem Mann Christian Ulmen, der wird enttäuscht werden. Die Autorin gibt wenig von sich preis. Meiner Meinung nach zu wenig. Denn sie lässt uns noch nicht einmal an ihren Gedanken über die von ihr geführten Interviews teilhaben. Die Texte kommen unterhaltsam daher, doch die Substanz des Buches liegt in den Interviews. Die sind alle interessant und spannend zu lesen. Aber mir persönlich fehlt die eigene Meinung der Autorin. Denn es wäre doch spannend zu erfahren, ob …

Weisheiten: Es ist nur eine Phase

Diese Weisheit ist das Mütter-Mantra schlechthin. Und es hilft wirklich. Denn die meisten Dinge, die uns Angst machen oder vor schier unlösbare Herausforderungen stellen, gehen mit der Zeit vorbei. Was ist eine Phase? Eine Phase kann fast alles sein. Trotzanfälle, nächtliches Dauerstillen, Gemüseverweigerung. Alle diese Dinge, die unsere Kinder machen, gehen auch bestimmt wieder vorbei. Denn nichts ist in der Kindheit so konstant wie die Veränderung. Die eine Phase wird garantiert bald von der nächsten abgelöst. Anstrengend? Klar ist das anstrengend. Vor allem, weil wir es dazu machen. Und genau hier kommt das Mantra von der Phase ins Spiel. Denn es sorgt dafür, dass wir uns entspannen und sagen: Ok, jetzt ist das gerade so. Aber diese Phase geht vorbei. Und so können wir ganz anders auf unsere Kinder und ihre Phasen eingehen, als wenn wir von der Angst getrieben werden, dass das nun immer so bleiben könnte. Denn diese Angst sorgt dafür, dass wir hektisch versuchen, das Verhalten unserer Kinder zu verändern. Soll ich also gar nichts tun? Nein. Aber wichtig ist, sich zu …

Alles auf Anfang

Heute fängt die Schule bei uns wieder an. Das bedeutet, dass sich bei uns alle Abläufe ändern. Denn nicht nur die Kinder sind wieder jeden Tag im Kindergarten bzw. in der Schule, auch ich habe einen neuen Stundenplan, neue Lerngruppen und neue Termine. Dies hat auch Auswirkungen auf die Vereinbarkeit. Kindergarten Wir haben jetzt ein Vorschulkind. Stolz wie Oskar, erzählt er das jedem, der es hören will. Das bedeutet für uns, ein Kindergartennachmittag ist nun für die Vorschulerziehung reserviert. An diesem Nachmittag können wir also keine anderen Termine vereinbaren. Außerdem steht in den nächsten Monaten die Schulanmeldung an. Daher müssen wir uns Gedanken darüber machen, an welcher Grundschule wir unser Kind anmelden wollen und wir wir ab dem nächsten Jahr die Betreuung organisieren möchten. Schule Das große Kind bekommt einen neuen Stundenplan. Es stehen Elternabende an und die Wahl von AG-Terminen. Das ist noch die geringste Sorge, kennen wir das ganze doch schon aus den letzten Jahren. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass die Umstellung von Ferienmodus auf Schule nicht einfach ist. Arbeitszeiten Auch für mich …