Monate: Januar 2015

Organisationstools: Pomodori für erwerbstätige Eltern

Als Freelancer beschäftige ich mich aus zweierlei Gründen eigentlich ständig mit Produktivitäts-Tools und Techniken zur idealen Arbeitsverteilung: Um mir selber in den Hintern zu treten & für meine Aufträge, die eben auch oft aus dem Bereich Zeitmanagement stammen. So weit so prima. Viele Techniken lassen sich aber nur mit Abstrichen in die Familienarbeit übernehmen – irgendwie passt das nicht so richtig. Über Kanban-Boards und deren Einsatzmöglichkeiten hatte ich schon geschrieben. Heute nehme ich mal die Pomodori-Technik unter die Lupe. Die lässt sich nämlich vergleichsweise einfach umsetzen. Was ist die Pomodori-Technik? Im Grunde ist eine Methode (1980er, Francesco Cirillo), kurze Arbeitszeiten zu organisieren und begrenzte Aufgaben schnell hintereinanderweg zu bearbeiten. Für den Job ist die Anwendung einfach. Nimm eine Küchenuhr/einen Timer Blatt Papier/Stift bzw. eine To-Do-Liste zur Hand. Liste die zu erledigenden Aufgabe auf und widme dich jeder Aufgabe mit 25 Minuten. Zwischen jeder Aufgabe gibt es 5 Minuten Pause, alle vier Aufgaben gibt es eine längere Pause. Erledigte Aufgaben werden abgestrichen. Der Sinn dahinter? Kürzere Aufgabenzeiten würden die Motivation heben („sind ja nur 25 Minuten“) …

Aus der Bahn geworfen

Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, was mit mir los ist. Ich schreibe wenig in letzter Zeit und es klang ja schon mal an, dass es mir gesundheitlich nicht so gut geht. Was ist passiert? Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, nachmittags, als eigentlich schon alles erledigt war, geschah es. Ich wollte gerade den kleinen Sohn vom Kindergarten abholen und stieg ins Auto, als etwas in meinem Rücken sprang. Danach gab es für mich erst einmal nur Schmerz in einer Intensität, wie ich sie noch nie erlebt habe. (Und ich habe immerhin schon zwei Kinder geboren.) Am darauffolgenden Wochenende kam zum Schmerz noch ein Taubheitsgefühl im Fuß dazu. Diagnose: Bandscheibenvorfall Eine meiner großen Ängste wurde wahr. Rückenbeschwerden habe ich ja schon lange, vor allem bei Stress. Aber ich habe immer gedacht: Solange es kein Bandscheibenvorfall ist, ist alles in Ordnung. Jetzt aber war es doch passiert. Ursachen? Die Belastung war wohl doch zu groß. Ich hatte in der letzten Zeit beruflich wie privat wirklich viel getan und anscheinend auch nicht so gut für mich gesorgt. …

Bedürfnisse

Bedürfnisse sind wichtig. Jeder Mensch hat sie und es ist wichtig, diese zu erfüllen. Nun kommt es aber in Familien oft dazu, dass Bedürfnisse miteinander kollidieren. Daher möchte ich einige Bedürfnisse, bei denen es immer wieder hakt, näher beleuchten. Dabei geht es darum, das jeweilige Bedürfnis auf mögliche Konfliktherde zu untersuchen und Lösungsmöglichkeiten zu finden, wie dieses Bedürfnis befriedige werden kann, ohne dass einer oder mehrere darunter leiden. Wichtig ist hier generell das, was ich schon im Post Kenne deine Bedürfnisse schrieb. Grundsätzlich sollte man auch immer alle Bedürfnisse zu sehen und gegeneinander abwägen. Dabei gilt: Je jünger das Kind ist, desto größere Priorität haben seine Bedüfnisse und je älter es wird, desto eher kann es die Bedürfnisbefriedigung aufschieben. Wichtig ist auch noch die Unterscheidung zwischen Wunsch und Bedürfnis. Ich freue mich über eure Kommentare, bei welchen Bedürfnissen es bei euch besonders hakt und auch über eure Anregungen, wie ihr diese Konflikte in den Griff bekommt.

Rezension: Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!

Martin Wehrle zeichnet in diesem als Roman getarnten Ratgeber eine Welt, über die man lachen könnte – wenn es nicht so dermaßen traurig wäre. Die Story: ein Mann im Körper einer Frau Klingt erst mal nicht spektakulär? Ist es – denn es geht nicht um Sexualität (also, nicht nur), es geht primär um die beruflichen Chancen. Denn der Herr Müller hat nach einem Sabbatical (sehr männlich, mit Wüstenrennen usw.) keinen Job. Als Marketing-Crack ist das generell kein Problem, denkt er. Bis er blöderweise als Mann im Körper einer Frau erwacht. Sogar einer hübschen Frau – und er merkt ganz schnell, wie seine eigenen Klischeeschubladen aufspringen. Einer Frau mit seinem Äußeren hätte ER als Personalchef nämlich nie eine Chance gegeben – wer so hübsch ist, kann nichts in der Birne haben. Blöderweise braucht er einen Job. Und muss sich bewerben. Und zu Bewerbungsgesprächen gehen. Dann wird es lustig. Der Herr Müller im Körper von Frau Müller arbeitet sich gemächlich samt und sonders durch alle Klischeeschubladen, die es so gibt. Und ist Herr (Frau) Müller erstmal im …