Monate: Mai 2015

Ideen für Paarmomente #1: Kochen genießen ohne Kind

Der Moment „Essen gehen ohne Kind“ kommt später. Gemeinsames Kochen entspannt – uns zumindest. Noch entspannter wird es, wenn wir vorher gemeinsam wirklich leckere Grundzutaten gekauft haben. Frisch vom Markt, aus dem Lebensmittelädchen – oder einer anderen Bezugsquelle, die nicht ständig im Alltag auftaucht. Das klappt natürlich alles auch mit Kind – aber hier, bei diesme Paarmoment ist es mal ohne. Die Kinder sind gut untergebracht bei den Großeltern. Wir haben Zeit für uns. Wir suchen uns ein Essen aus, dass die Kinder nicht unbedingt mögen – aber wir. Wo wir im Alltag ein Alternativessen einplanen würden – hier können wir das weglassen. Kochen entspannt uns. Besonders dann, wenn keiner zwischen den Füßen herumläuft, niemand zwischendurch weltbewegende Fragen stellt oder vor Hunger nahezu stirbt. Stattdessen: Einträchtige Stille. Oder Gespräche über Geschmäcker, Gewürze und „Weißt du noch, als …“ Momente. Genauso dann auch das Essen – die Belohnung nach dem Kochen. Wir sind in der Familie sowieso frei in der Platzwahl. Trotzdem ist es mittlerweile ungewohnt, sich hinzusetzen, wohin man will. Stilgericht mit dem türkisch/arabischen Leckereien …

Ideen für Paarmomente – Intro

In den meisten Ratgebern heißt es: Schafft euch Paarzeit, ihr dürft euch als Paar nicht aus den Augen verlieren! In den ersten Wochen und Monaten mit Baby ist dieser Spruch ein Witz – zumindest, wenn es kein sogenanntes pflegeleichtes Kind ist. Und/Oder wenn es um bindungsorientierte Elternschaft geht. Fokus und Gedanken liegen beim Kind – so gut wie immer. Wie soll da Paarzeit untergebracht werden? Eben! Und dann wird das Kind größer. Rund 40% der erwerbstätigen Mütter starten im Job, sobald ihr Kind zwischen 1 und 2 Jahren alt ist, sagt ein Dossier der Bundesregierung für dasJahr 2010. Inzwischen dürfte der Anteil gestiegen sein. Paarzeit, wenn es um Arbeitszeiten, Kitaöffnungszeiten und die diversenTerminkollisionen geht? Noch schwieriger wird es, wenn mehrere Kinder vorhanden sind. Oder der Partner Schicht arbeitet, außerhalb der klassischen 40h Woche arbeitet oder oder oder. Paarzeit ist wichtig: ja! Warum eigentlich? Wenn ein Elternpaar sich die Erziehung teilt, dann braucht es auch Raum für einander. Mann und Frau (Frau und Frau, Mann und Mann usw.) leben in der Familie genauso zusammen wie Mutter …

Unwort: Work-Life-Balance

Work-Life-Balance – dieser Begriff wird gerne im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit benutzt. Denn es gilt doch, die verschiedenen Lebensbereiche auszubalancieren. Familie, Arbeit, Freizeit – all dies soll unter einen Hut gebracht werden und dabei soll ein Gleichgewicht entstehen. Warum soll dieser Begriff dann ein Unwort sein? Work-Life-Balance ist ein irreführender Begriff. Denn er bedeutet, dass man Arbeit und Leben in Balance bringen solle. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, liebe Leser_innen. Aber für mich ist meine Arbeit ein Teil meines Lebens und nicht getrennt von ihm. Genauso wie Familie und Freizeit. Alle diese Teile meines Lebens möchte ich ausbalancieren. Der Begriff Work-Life-Balance konstruiert aber einen Gegensatz von Arbeit und Leben. Denn wenn die Arbeit Teil des Lebens ist, dann kann man sie nicht mit dem Leben ausbalancieren. Was dann? Vereinbarkeit/Life-Balance! Vereinbarkeit finde ich da passender. Denn das trifft es besser. Ich vereinbare mehrere Bereiche miteinander. Arbeit, Familie, Freizeit zum Beispiel. Der Begriff wertet nicht einen Bereich stärker als den anderen, er bietet Spielraum für eine individuelle Aufteilung der Bereiche. Life-Balance wäre vielleicht auch …

Warum Partnerschaft auf Augenhöhe nicht immer leicht fällt.

Früher war es schön. Da war die Welt noch einfach. Frauen kümmerten sich um Haushalt und Kinder, Männer verdienten das Geld. Die Sphären waren klar getrennt. Und das hatte durchaus Vorteile. Denn so waren wir versorgt. Die Frauen mussten sich nicht um das Geld verdienen kümmern und die Männer sich keine Gedanken um Haushalt und Kinder machen. Versorgt sein – wie angenehm Versorgt werden ist etwas durch und durch Positives, weil sich so unser Kindergefühl wieder einschleicht. Wer erinnert sich nicht gerne daran, wie seine Eltern (meist die Mutter) ihm vorgelesen hat, Suppe gekocht und am Bett gesessen hat, wenn man krank war? Wenn man sich die Sphären aufteilt, dann kann jeder das Gefühl haben, in einem Bereich versorgt zu werden. Das ist doch toll. Ja, aber wir wollen doch auf Augenhöhe sein Andererseits möchten wir aber selbstständig und unabhängig sein. Wir möchten Partnerschaften führen, in denen beide alles machen und eben nicht die Sphären aufgeteilt sind. Aber wenn wir das dann umsetzen, verzichten wir gleichzeitig auf das Gefühl des Versorgt-werdens. Und wir müssen reden, …

Vom Alltag mit einem Vorschulkind

Plötzlich ist er da – der erste Wackelzahn. Und mit ihm wachelt nicht nur der Milchzahn. Das Kind wächst, es lernt viele neue Dinge und plötzlich ist es da: das Vorschulkind. Schon groß und doch so klein Die Vorschulzeit ist ein großer Umbruch. Das Vorschulkind ist auf einmal eines von den großen Kindern im Kindergarten, die Grundschulzeit rückt immer näher, es geht zur Schulanmeldung, zur Schuluntersuchung, einen Schultornister kaufen usw. Das bringt nicht nur freudige Erwartungen sondern auch Ängste mit sich. Denn bald heißt es, die bekannte Kindergartenumgebung verlassen und etwas völlig neues beginnen. Dazu kommt, dass sich auch körperlich viele Veränderungen zeigen. Nicht nur der Zahnwechsel beginnt, das Vorschulkind wächst auch sehr. Hinzu kommt auch eine rasante kognitive Entwicklung. So viele Veränderungen im Innen und Außen können verunsichern. Und so kommt es, dass das Vorschulkind oft extreme Stimmungsschwankkungen durchlebt. Da kann es schon mal wegen (vermeintlicher) Kleinigkeiten zu Tränenausbrüchen kommen. Und ein paar Minuten später tobt das gleiche Kind wieder fröhlich durch die Wohnung. „Mama, ich wäre so gerne wieder ein Baby.“ Solche Aussagen …