Monate: August 2015

#bloggerfuerfluechtlinge: Warum ich nichts verliere, wenn ich Flüchtlinge willkommen heiße

Angesichts der vielen positiven und negativen Beiträge zum Thema Flüchtlinge, geht mir in den letzten Tagen und Wochen ein Kinderlied nicht mehr aus dem Kopf: Ich wünsch‘ mir eine Welt, in der die Menschen sagen: „Wir haben endlich den Krieg verloren, und können ihn nicht wiederfinden.“ Nennt mich naiv, aber das wünsche ich mir wirklich. Und wenn ich so darüber nachdenke, warum Menschen ihr Land verlassen, um in unser Land zu kommen, dann denke ich auch über meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse nach.

Warum uns Flüchtlinge angehen – immer!

Dieses Thema liegt mir schwer im Magen. Schon seit Wochen, nachdem die ersten Berichte aus den Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) es in die Medien – und in meine Timeline schafften. Ich bin ja Optimist – wir leben in einem reichen Land, in dem im Grundsatz (!) jede(r) Hilfe bekommt. Er oder sie muss nur drum bitten, nur die richtigen Stellen anfragen. Ok, und Geduld haben (ja, Realist bin ich schon auch). Und dann spülen die verzweifelten Ehrenamtlichen Statements in meine Timeline, wie grauenvoll es teils in den EAE ist. #lageso geht seit Wochen durch die Medien. Schwangere werden nicht versorgt. Familien getrennt. Flüchtlinge werden ohne Geld, ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Land allein gelassen. Traumatisierte (!) Menschen. Ein EAE mit tausenden Menschen – und nur ein einziger Arzt auf dem Gelände. Hilfsorganisationen, die nicht helfen dürfen. Oder, die den Mund nicht aufmachen dürfen, Abhängigkeitsgefälle und so. Wie kann es bitte sein, dass in einem Sozialstaat niemand Flüchtlinge versorgt, sie in der Sommerhitze unversorgt stehen lässt? Tagelang?

Zeit für mich: #metime

Da sitze ich auf der Terrasse, das iPad auf dem Schoß und halte das Gesicht in die Sonne. Überall weiße Farbe an mir, die Schultern schmerzen. Ich bin müde, habe bis nachts um 1 an einem Artikel gearbeitet. Dann ein paar Stunden schlafen und Kinder betreuen – sind ja Ferien. Heute auf dem Programm: Zimmer des Vorschulkindes herrichten. Daher auch die weiße Farbe 😉 Es geht gleich weiter mit dem Streichen, dann Kochen, ein paar Fachartikel lesen, nachts noch Pressemeldungen verfassen. Das muss heut noch raus, hilft alles nix. Was ist denn bitte #metime?

Warum Rückendeckung golden ist

… und glänzt. Und überhaupt. Stell Dir vor, Du bist erwerbstätig, hast ein Kind: Und jemanden, der dir permanent Rückhalt gibt. Rückendeckung. Und ich meine damit: Jemanden, der kompromisslos einspringt. Termine und Betreuung organisiert und Dir den lästigen Alltagskram von den Hacken hält. Der sicherstellt, dass abends was zu Essen im Kühlschrank steht (oder womöglich noch auf dem Herd!). Der die Termine im Kopf (und im Kalender) überblickt, Ausflüge organisiert, den Kindergeburtstagskuchen in der KiTa abliefert, das Schultütenbasteln absolviert.