Blogparade: Lernen in den Ferien – #Ferienlernen

Blogparade: Lernen in den Ferien – #Ferienlernen

Frau Mutter fragt auf ihrem Blog, was wir vom Lernen in den Ferien halten. Wieder so ein tolles Lehrerinnenthema für mich.

Wobei… halt!

Ich bin ja nicht nur Lehrerin.

Daher möchte ich das Thema aus beiden Perspektiven angehen.

Die Lehrerin:

Lernen in den Ferien kann sinnvoll sein. Wobei man unterscheiden sollte, von welchen Ferien wir reden. Handelt es sich um Ferien innerhalb eines Schuljahres und steht nach den Ferien eine Prüfung oder Klassenarbeit an, dann sollte auf jeden Fall in den Ferien gelernt werden. Dadurch ist einfach die Vorbereitung auf die Prüfung besser und dadurch, dass mehr Zeit zur Verfügung steht, kann der Stoff auch besser und nachhaltiger verankert werden.

Auch Vokabellernen in den Ferien ist sinnvoll, weil das etwas ist, was man sowieso kontinuierlich tun sollte. Dazu reicht es, sich die Vokabeln vorzunehmen, die man sich schwer merken kann und diese zu wiederholen.

In den Sommerferien halte ich persönlich Lernen für nicht erforderlich. Wir Lehrer_innen stellen uns eh darauf ein, dass die Kenntnisse des letzten Schuljahres über den Sommer in ein schwarzes Loch fallen und ich persönlich fange daher jedes Schuljahr mit einere Wiederholungsphase an. Steht allerdings am Ende der Sommerferien eine Nachprüfung an, sollte dafür natürlich schon gelernt werden. Aber auch hier gilt es, nicht zu übertreiben.

Auf gar keinen Fall sollte das Lernen in den Ferien täglich und über mehrere Stunden erfolgen. Denn Ferien sind zur Erholung da. Auch der Geist braucht ab und zu eine Pause. Und Lernen sollte nie Stress sein. Denn nur was mit Freude gelernt wird, wird auch behalten.

Moment!

Mit Freude lernen?

Wer tut das denn bitte?

Die Mutter

Lernen in den Ferien sollte nicht sein. Ferien sind Ferien. Die Zeit ist für die Kinder wichtig zur Regeneration und für uns Eltern auch. Denn welches Kind lernt denn in der Schule mit Freude? Habe ich auch nicht gemacht – zumindest nicht alles und immer. Lernen in den Ferien ist informelles Lernen. Freilernen.

Endlich einmal Zeit, sich seinen Hobbys zu widmen und den ganz eigenen Interessen nachzugehen. Unstrukturiert und selbstgesteuert zu lernen. Das mache ich persönlich total gerne. Denn es ist ja nicht so, dass wir außerhalb der Schule nichts lernen. Meiner Meinung nach können wir gar nicht Nicht-Lernen. Denn wir lernen an allem, was wir neu entdecken, womit wir uns beschäftigen.

Ich als Mutter möchte in den Ferien auch einmal frei haben. Ganz davon abgesehen, dass ich es nicht als meine Aufgabe ansehe, das schulische Lernen meiner Kinder zu unterstützen. Das muss Schule schon selber leisten. Lernen in den Ferien findet immer statt. Aber eben anders als in der Schule.

Lernen in den Ferien generell

Ferien sind zur Erholung der Schüler_innen da. Nicht zum Lernen. Zumindest nicht zum institutionalisierten Lernen. Denn wie ich oben schon schrieb, lernen wir immer etwas. Die Aufgabe der Schule ist es, den staatlichen Lehrplan zu vermitteln. Aufgabe der Eltern ist das nicht. Also sollten sie sich da auch heraushalten. Denn die Kinder können nur selber lernen. Lernen ist ein aktiver Prozess und es ist nicht die Aufgabe der Eltern, zu Erfüllungsgehilfen der Schule zu werden.

2 Responses »

  1. Pingback: Tipps von Eltern-Bloggern: Lernen in den Ferien – ja oder nein?

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