Organisationstools: Kanban-Boards

Organisationstools: Kanban-Boards

Na, habt ihr Fragezeichen in den Augen? Kanban, was bitte?

Für alle, die es nicht kennen: Kanban ist eine Organisationstechnik, die aus der Produktion stammt. Ganz grob zusammengefasst: Eine Methode, um Produktionsprozesse beziehungsweise deren Status zu visualisieren.

Und, für den Vereinbarkeitsblog ist das nützlich, denn

  • anstehende Aufgaben visualisieren
  • Überblick über verschiedene Aufgaben haben und
  • Erledigtes nicht aus dem Blick verlieren

das passt ja auch hier in diesen Blog, oder?

Wer eine richtige Definition mag, im LeanKit gibt es kurze, knappe Definition zu Kanban-Boards:

A kanban board is a visual process and project management tool that helps teams organize and manage their work. Kanban boards are similar to whiteboards or cork boards in that they allow teams to visualize their work and understand what is going on at a glance. Using note cards or sticky notes to represent work items, you can show any sized body of work such as a project (involving numerous tasks) or a task (usually involving only one person). Lanes can be used to represent work stages or process steps.

Ich nutze Kanban-Boards überwiegend in der Arbeit, beispielsweise um Projektfortschritte im Auge zu behalten.Meine ATTA-Seele hat außerdem Freude daran, ein wirklich hübsch gestaltetes Kanban-Board zu nutzen. Macht sich halt auch gut im Büro, auch wenn das am ursprünglichen Kanban-Stil vorbei geht…

Kanban-Board, handgemacht

Kanban-Board, handgemacht

Aber: Ich habe es auch schon im Familienalltag probiert. Weniger hübsch gestaltet, es war als Test gedacht.

Kanban-Board, weniger hübsch - aber effektiv

Kanban-Board, weniger hübsch – aber effektiv

Folgende Lerneffekte haben sich im Familienalltag ergeben:

  1. Wenn alle Familienmitglieder beteiligt sind, ist es eine praktische Sache. Für Kleinkinder eignen sich eher Bilder als Wörter.
  2. Limitiere die Zahl der Aufträge/Arbeiten, die auf dem Board erscheinen dürfen. 20 unerledigte „To-do“ Posts demotivieren nur.
  3. Wenn Eltern sich nur Phasenweise in Ruhe absprechen können und *nicht* überwiegend digital organisiert sind, ist das Kanban-Board eine gute Idee für verteiltes Arbeiten. Aufträge zur Terminvereinbarungen, Hausarbeiten usw. finden dann ihren Platz auf dem Board samt Status.
  4. Falls du Post-its benutzen willst: Kaufe die billigen und sie werden ständig davon flattern. Kaufe die teuren und die Kinder werden damit abhauen. Immer. Whiteboard und Stift außerhalb der Kindergreifhöhe sind die eindeutig praktikablere Lösung.
  5. Wiederkehrende Aufgaben (Müll, Abwasch, Gassirunde) gehören nicht drauf. Außer, ihr schreibt gern immer und immer wieder neue Zettel …
  6. Wenn keiner mitmacht, ist es sinnlos.

Bei uns haben sich die Kanban-Boards letztlich nicht im Familienalltag bewährt – allerdings nutze ich sie gern beruflich.

 

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  1. Pingback: Organisationstools: Pomodori für erwerbstätige Eltern - Vereinbarkeitsblog Vereinbarkeitsblog

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